Am vergangenen Montag, den 14. Mai 2019, begannen zum 72. mal die Filmfestspiele in Cannes. 10 Tage lang laufen Stars und Sternchen, neben Filmkritikern, Regisseuren und Journalisten den roten Teppich entlang um einen Blick in die Filme der einzelnen Kategorien zu wagen. Unter 3 Kategorien und der „Caméra d’or“ (Goldene Kamera), wird auch der Hauptpreis: „Die goldene Palme“ vergeben.

Elle Fanning in der Jury

Jede Sektion hat ihre eigene Jury. So ist es für die US-amerikanische Schauspielerin „Elle Fanning“ eine große Ehre, in der Jury für die goldene Palme zu sitzen. Während das französische Pendant zur Berlinale also erneut Preise verleiht, kannst du bei Netzkino unter anderem diese Filme, in unserem Cannes – Themenkino, anschauen.

Löwenkäfig

Löwenkäfig

Nichts für schwache Nerven, ist der für die Goldene Palme (2008) nominierte Film: „Löwenkäfig“. Schon damals erntete er Lobeshymnen und handelt von dem Teil eines argentinischen Frauengefängnisses, wo Häftlinge ihre Kinder zur Welt bringen. Für die frisch gebackene und vermutlich unschuldige Mutter: Julia (Martina Gusman), beginnt somit ein Kampf um ihr Leben und um ihren Sohn. Dieser ist ihr letzter Halt. Der Film ist schnell eine realistische Studie über das Leben im Knast. Ein bedrückendes und nachdenkliches Meisterwerk, in dem die Hauptdarstellerin ein wenig an Angelina Jolie erinnert, wurde bereits mit 15 Preisen ausgezeichnet.

Karakter

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Eine mal etwas andere Story, bringt auch der Oscarpreisträger-Film „Karakter“! Basierend auf einen Roman, erfährt der angesehehne Geschäftsmann „Dreverhaven“ von seinem Sohn: Jacob Willem. Als Dreverhaven versucht seine Karriere zu zerstören, stößt er auf einen außergewöhnlichen Ehrgeiz seines Sohnes. Ein herausragender Film, den man gesehen haben muss!

Hotel

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Für die Gruselfans unter euch, haben wir noch den für Cannes (2004) nominierten Film: „Hotel„. Ein Kühler, rätselhafter Thriller um eine Rezeptionistin eines Berg-Hotels auf der Suche nach ihrer verschwundenen Vorgängerin. Abseits von der Großstadt und Zivilisation liegt das Hotel. Hier im Waldhotel fängt Irene ihre neue Stelle als Rezeptionistin an. Zunächst ist auch sie fasziniert von dieser Abgeschiedenheit. Doch bald stellt sie fest, dass ihre Vorgängerin auf mysteriöse Weise verschwunden ist, und Irene beginnt, der großen Stille zu misstrauen. Schleichend verwebt sich ihr eigenes Schicksal mit dem ihrer Vorgängerin und bald sieht sie sich von einer geheimnisvollen Gefahr bedroht, der sie verzweifelt zu entrinnen versucht.

Die Fee

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Auch in einem Hotel arbeitet Dom aus der französischen Komödie „Die Fee„. Eine Komödie für die ganze Familie und war im Jahre 2011 der Opening Film in Cannes. Der Hotelangestellte Dom trifft eines Tages zu später Stunde auf die seltsame Fiona. Diese behauptet eine Fee zu sein und will Dom drei Wünsche erfüllen. Zwei gehen sofort in Erfüllung. Doch nach einer gemeinsamen Nacht verschwindet sie genauso plötzlich, wie sie gekommen war und der verliebte Dom macht sich auf die Suche nach ihr.

Sidefact: Die beiden Hauptdarsteller heißen ebenfalls Domenik und Fiona und haben das Drehbuch selbst geschrieben.

Der Wert des Menschen

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Ein fast zwanzig Jahre lang arbeitsloser Mann findet, als Wächter eines Supermarktes, einen neuen Job. Die Frage: „Woran bemisst sich der Wert des Menschen?“ – wird gestellt. Der 51 Jahre alte, Familienvater und gelernter Maschinist, Thierry (Vincent Lindon), ist arbeitslos und befindet sich auf der Suche nach einem neuen Arbeitsverhältnis. Immer wieder kommt er an den Punkt, an dem er sich fragen muss, ob er es sich noch erlauben kann, auf seinen Prinzipien zu bestehen. Als er schließlich eine Anstellung findet, gerät er aufs Neue in ein moralisches Dilemma, das ihn endgültig vor die Wahl stellt. Ist er dazu imstande, den Gesetzen des Marktes zu gehorchen oder nicht?! Der Film feierte 2015 in Cannes Premiere und wurde mit minutenlangem, stehendem Applaus, sowie einer Auszeichnung belohnt. Weiter Festival- und Arthousefilme, passend zu Cannes, könnt ihr wie immer in unserem Themenkino finden.

Alexandra Knull